9.05.2016

Fachkonferenz der CSU Aschaffenburg: Gelingende Integration auch in Zukunft ermöglichen

„Gelingende Integration?!“, war gleichzeitig Frage und Feststellung für die CSU-Fachkonferenz, die am 6. Mai 2016 in der Stadthalle Aschaffenburg stattfand. Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Sozialbereich haben dabei den Teilnehmern aus verschiedensten Wirkungskreisen einen umfassenden Überblick über die derzeitige Situation gegeben.

Die drei politischen Ebenen wurden von der Bundestagsabgeordneten Andrea Lindholz, dem Landtagsabgeordneten Winfried Bausback und der Bürgermeisterin Jessica Euler repräsentiert. Für das BRK Aschaffenburg sprach Kreisgeschäftsführer Michael Rückert. Den wirtschaftlichen Bereich vertraten Andreas Freundt, Hauptgeschäftsführer der IHK Aschaffenburg und Gerold Stühler-Lenhard, Geschäftsführer der Handwerkskammer Service GmbH.

Einleitend machte Staatsminister Bausback deutlich, dass für die bayerische Staatsregierung die Ermöglichung von Integration und die Notwendigkeit einer Begrenzung der Migrationszahlen als zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Bausback: „Bayern hat im letzten Oktober mehr als 540 Mio € zusätzlich für Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Migrationskrise in die Hand genommen. Dies lässt sich so nicht beliebig wiederholen. Eine Begrenzung der Migrationszahlen ist deshalb notwendig.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie viel in der ersten Säule der Migrationspolitik „Integration möglich machen“ auf allen Ebenen tatkräftig geleistet wurde: Das Integrationsgesetz auf Bundesebene, neu eingerichtete Stellen in Bildung, Justiz und Polizei durch den Freistaat Bayern, das Integrationsleitbild der Stadt Aschaffenburg, das Projekt Interkulturelle Öffnung des BRK, sowie IHK-Integrationsbotschafter und interkulturelle Schulungen der Handwerkskammer.

Alle Vortragenden betonten zunächst den Erwerb von Sprachkompetenzen und den Integrationswillen seitens der Migranten als zwingende Notwendigkeit für eine gelingende Integration. Frau Lindholz und Herr Bausback sprachen sich für eine Steuerung der Zuwanderung in Form der Zuwanderungsbegrenzung aus. Anschließend braucht es allerdings Elemente des Förderns und Forderns. „Wer hierher kommt, muss unsere Rechts- und Werteordnung akzeptieren“, so Bausback.

Einigkeit bestand zwischen dem Referenten des BRK, der IHK und der Handwerkskammer, dass gegenwärtig der Aufbau interkultureller Kompetenzen durch Schulungen und Angebote gefragt ist und dieser könne nur „von oben“ gesteuert werden. Daneben müssen aber auch Rahmenbedingungen für die berufliche Integration von Migranten – eine potentielle Zielgruppe für den Fachkräftenachwuchs – angepasst werden.

Im Anschluss an die Vorträge haben sich die Fachreferenten noch Zeit für eine fundierte Diskussion mit den Rund 60 Teilnehmern genommen. Alles in allem eine informative und fachübergreifende Veranstaltung mit dem Fazit: Es ist viel geleistet geworden, aber zum Ruhen bleibt keine Zeit.

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